wildeshaarigespinnen
Menü  
  Home
  Kontakt
  Gästebuch
  Bestandsliste
  Abzugeben
  Fotogalerie
  Alles zur Vogelspinne
  => Entstehung des Namen
  => Allgemeines
  => Verbreitung und Lebensweise
  => Ernährung
  => Wachstum
  => Bau der Vogelspinne
  => Verhalten nach einem Biss
  => Krankheiten und natürliche Feinde
  => Zucht
  => Aufzucht der Jungen
  Oft gestellte Fragen
Bau der Vogelspinne

Die Vogelspinne zählt zu den Gliederfüßern. Ihr Körper ist in mehrere Abschnitte unterteilt. Bei der Vogelspinne unterscheidet man grob in den Vorderkörper (Prosoma) mit den vier Laufbeinpaaren (Extremitäten), den (Kiefern-)Tastern (Pedipalpen) und den Beißklauen (Chelizeren) sowie den Hinterleib (Opisthosoma) mit den Spinnwarzen.



Körperbau der Vogelspinne

Körperbau der Vogelspinne (Holothele incei)
Körperbau der Vogelspinne (Holothele incei)
 
Körperbau der Vogelspinne von unten
                        (Grammostola rosea männlich, Präparat)
Körperbau der Vogelspinne von unten (Grammostola rosea männlich, Präparat)
 
1 = Fuß (Tarsus)
2 = Mittelfuß (Metatarsus)
3 = Schiene (Tibia)
4 = Knie (Patella)
5 = Schenkel (Femur)
6 = Schenkelring (Trochanter)
7 = Hüfte (Coxa)
8 = Taster (Pedipalpen) auf dem unteren Bild mit Bulben
9 = Beißklauen (Chelizeren)
10 = Augen
11 = Vorderkörper/Oberseite (Prosoma/Carapax)
12 = Vertiefung der Oberseite (Thoraxgrube)
13 = Hinterleib ( Opistosoma (Abdomen))
14 = großes Spinnwarzenpaar
15 = kleines Spinnwarzenpaar
16 = oberes Buchlungenpaar
17 = unteres Buchlungenpaar
18 = Geschlechtsöffnung (Epigastralfurche)
19 = Unterseite Vorderkörper (Sternum)
20 = Mundöffnung (Labium)
21 = männliches Geschlechtsorgan (Bulbus)


 
Jetz einmal alles einzeln Erklärt



Die Chelizeren

Die Beißklauen (Chelizeren) dienen der Spinne zum Beutefang, dabei schlagen sie gerade nach unten und leicht nach innen. Diese parallel zur Längsachse ausgerichteten Beißklauen (orthognath) unterscheiden die Vogelspinnenartigen von den echten Webspinnen (Araneomorphae).

Beim Beutefang dringen die Beißklauen in das Opfer ein und durch einen feinen Kanal wird das Gift injiziert. Die Giftdrüse liegt im oberen Teil der Beißklauen. Gleichzeitig dient das Gift zur Verdauung, d.h. das eingespritzte Gift zersetzt den Körper des Beutetieres, so dass ihn die Vogelspinne anschließend aussaugen kann. Bei z.B Theraphosa blondi werden die Chelizeren bis über 2cm lang.








Die Augen

Die 8 Augen der Vogelspinne sind relativ klein und sitzen auf dem Augenhügel. Bei Vogelspinnen ist der Seh-Sinn nur schwach ausgebildet. Mit ihren Augen können sie lediglich hell und dunkel unterscheiden.



Gut zu erkennen der Augenhügel mit 8 Augen




Das Abdomen (Hinterleib)

Der Hinterleib (Opistosoma) ist der empfindlichste Teil der Spinne, da er nicht wie der Vorderleib mit einem durchgängigen Exoskelett umgeben ist. Tergite und Sternite, welche nicht voll ausgehärtet sind, sind durch weichhäutige Pleuren verbunden. Dadurch kann sich der Hinterleib bei jeder Mahlzeit ausdehnen, so erkennt man den Ernährungszustand an dessen Fülle. Jedoch können Stürze aus relativ geringer Höhe tödlich sein, wenn der Hinterleib aufplatzt und die Tiere verbluten. Im Hinterleib befinden sich die meisten Organe der Vogelspinnen, darunter das schlauchförmige Herz, die Geschlechtsorgane, die zwei Buchlungenpaare und Teile des Darmes.

Einige Gattungen (alle Gattungen der Unterfamilie Theraphosinae), zum Beispiel Brachypelma oder Theraphosa, besitzen auf dem Hinterleib Brennhaare. Diese Haare sitzen locker auf der Hinterleibshaut und werden bei Störung des Tieres durch schnelles Reiben mit den Hinterbeinen dem Störenfried oder Feind entgegengeschleudert. Die Haare besitzen Widerhaken und verursachen starke Hautreizungen. Die Gattung Brachypelma macht davon oft Gebrauch. Bei stark "bombardierenden" Spinnen kann man dann durchaus die "nackte" Haut erkennen. Färbt sich diese Haut dunkel bis schwarz kann von einer bevorstehenden Häutung ausgegangen werden. Die schwarze Farbe kommt von der Exuvialflüssigkeit, die die alte von der neuen Haut trennt.

Am Ende des Hinterleibes befinden sich der Darmausgang und die beiden Spinnwarzen-Paare. Die Vogelspinne besitzt ein großes und ein kleines Paar Spinnwarzen. Die Spinnwarzen sind in drei Glieder unterteilt und sind jede für sich bewegbar. Mit speziellen Drüsen an den Spinnwarzen produziert die Spinne Spinnseide. Diese Seide setzen die Tiere zum Selbstschutz, zur Fortpflanzung oder bei der Nahrungsaufnahme ein.


Hier das pralle Abdomen von Brachypelma smithi




Cephalothorax, Carapax  (Vorderleib)

Der Vorderkörper (Prosoma) der Vogelspinne besteht aus dem zusammengewachsenen Kopf- und Bruststück. Die Oberseite wird als Carapax und die Unterseite als Sternum bezeichnet. Vorn am Vorderkörper befinden sich die Beißklauen, die Mundöffnung und die Taster. Seitlich befinden sich die vier Laufbein-Paare. Auf der Oberseite ist auch die Thoraxgrube erkennbar. Diese Grube wird in vielen Bestimmungsschlüsseln verwendet, um z.B. die verschieden Vogelspinnen-Gattungen zu unterscheiden. Am Ende befindet sich die Verbindung (Petiolus) zum Hinterleib. Im Inneren des Vorderkörpers befindet sich der Saugmagen. Mit diesem wird die vor der Mundöffnung verflüssigte Nahrung aufgesaugt.


Hier der Carapax von Acanthoscurria geniculata




Geschlechtsöffnungen

Die Geschlechtsöffnung befindet sich auf der Unterseite des Hinterleibes. Sie wird als Epigastralfurche bezeichnet. Beim Paarungsakt führt das Männchen hier die Enden (die Bulben) seiner Taster ein. Baut das Weibchen einen Kokon, werden die Eier an dem Samenvorratsbehälter (Spermathek) vorbei aus dieser Öffnung gelegt. Beim Vorbeirutschen an dem Samenvorratsbehälter werden die Eier befruchtet. Dieser Behälter wird bei jeder Häutung mit gehäutet, sodass jedes Weibchen nach der Häutung wieder „jungfräulich“ ist.

Beim Männchen tritt an dieser Öffnung die Samenflüssigkeit aus, welche auf ein zuvor gesponnenes Spermanetz abgegeben wird. Dieses Spermanetz wird zwischen zwei Gegenständen (z. B. Terrarienwand/Pflanze) gesponnen. Um die Samenflüssigkeit abzugeben, kriecht das Männchen mit der Unterseite nach oben unter das Netz. Danach klettert es auf das Netz und nimmt die Flüssigkeit mit den Bulben durch Pumpbewegung auf. Anschließend wird das Netz meistens zerstört.




Ein Weibchen zu sehen an der Hervorstehenden Epigastralfurche




Männliches Geschlechtsorgan die Bulben einer pro Taster




Die Taster

Die Taster (Pedipalpen, sind wie die Laufbeine aufgebaut, sie bestehen aber nur aus 6 Segmenten. Diese werden wie bei den Laufbeinen bezeichnet, der Mittelfuß entfällt. Bei ausgewachsenen männlichen Tieren befinden sich an den Tasternenden die Bulbi. Diese sind beim lebenden Tier eingeklappt. Jungtiere und Weibchen benutzen diese Taster wie ein fünftes Laufbeinpaar. Mit den Tastern trommelt das ausgewachsene Männchen, um auf sich aufmerksam zu machen. Das Weibchen antwortet, wenn es paarungsbereit ist, auch mit Trommeln der Taster. Teilweise werden auch noch das erste und zweite Beinpaar dazu benutzt, zum Beispiel bei  Avicularia.



Taster von Grammostola rosea Männchen




Laufbeine

Die vier Laufbein-Paare der Vogelspinne sind in je 7 Segmente unterteilt:

Bei allen Arten zum Beispiel Grammostola, Psalmopoeus oder Avicularia haben die erwachsenen Männchen am ersten Beinpaar am Schienensegment sogenannte Schienbeinhaken (Tibiaapophysen). Diese dienen dem Männchen beim Paarungsakt dazu, die Beißklauen des Weibchens zu blockieren. Sie kommen aber nicht immer zum Einsatz.




Über diese Page  
  Diese Seite wird noch bearbeitet  
Es waren schon 24815 Besucher (41318 Hits) auf deiner Seite
Diese Webseite wurde kostenlos mit Homepage-Baukasten.de erstellt. Willst du auch eine eigene Webseite?
Gratis anmelden